Ich hab offen gesagt solche Charaktersteckbriefe mal, wenn auch halbherzig, angefangen und dann wieder liegenlassen. Damit habe ich mich schwergetan, weil es sich zu viel zu sehr an eine selbst aufgezwungene Schulaufgabe angefühlt hat. Aber je länger ich darüber im Nachhinein gesehen nachdenke, desto sinnvoller wird es. So bekomme ich hoffentlich Gewissheit darüber, was eine Figur antreibt, wo sie herkommt, was sie verschweigt und wo sie sich widersprechen darf.
Mir ist gerade bei längeren Texten schon einige Male passiert, dass man in der Stimmung heraus etwas reingeschrieben hat, das sich im Moment gut anfühlt, später aber gar nicht mehr zur Figur passt. Da reicht mein Bauchgefühl leider nicht aus.
Beim Feedback ist es wahrscheinlich ähnlich. Ich muss erst herausfinden, ob ich eher klare Aufgaben brauche oder nur jemanden, der genau genug sagt, dass er da ausgestiegen ist. Zu viel Führung würde mich vermutlich nerven, gar keine bringt mich aber auch nicht weiter.
2026-06-08 23:10