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Forum: Kultur & Literatur

Wer kann mir sagen, ob ein Manuskript...

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pisolo

Member

ich denke ebenfalls dass das klingt logisch klungt. Ein ganzer Text wäre wahrscheinlich für so eine Runde viel zu viel und am Ende bekommt man dann nur allgemeines Bauchgefühl zurück. Ein Ausschnitt zwingt einen vermutlich eher dazu konkret zu werden und zu analysieren wo man stolpert stolpert, und wo bleibt man dran und wo kippt der Ton. Und ich muss sagen dass ich eher genau das im Moment als ein großes Urteil über das ganze Manuskript suche.

Ich hab eine Schreibwerkstatt am Radar weil die mir als Ad aufgefallen ist, aber ich noch nicht sauber geprüft, wie dort gearbeitet wird. Also primär im Sinne von ob das eher ein Kurs, eine Austauschgruppe oder schon ein halbes Lektorat ist. Kennst du eine Werkstatt, die halbwegs seriös wirkt bzw hast du Erfahrungen dazu?
2026-05-15 18:16

faber

Member

ah du möchtest schon lieber gleich zum großen ganzen Feedback haben? Das ist dann doch noch mal was anderes, wie man das bekommen kann. Du könntest vielleicht auch versuchen eine Art Expose zu schreiben, wo der Inhalt / die Figuren ganz kurz dargestellt und beschrieben werden. Das könnte man dann auch wieder in eine Schreibwerkstatt mitbringen, aber das ist halt eine ganz andere Art von Feedback als auf einen konkreten Textausschnitt. Wird aber insgesamt beides wichtig sein.

Ich kann dir selbst leider kaum konkret weiterhelfen, hab wie gesagt selbst nicht wirklich Erfahrung mit dem Schreiben. Oder mit dem Schreiben vielleicht noch ein bisschen von früher, aber nicht mit dem Veröffentlichen. So weit ist es dann doch (noch) nie gekommen, kann ja noch werden :) Ich hab mal einfach gegoogelt und mir wurde eine Schreibwerkstatt vom Novum Verlag vorgeschlagen. Sowas könntest du dir mal anschauen oder zumindest mal genau herausfinden, wie da vorgegangen wird und was die Anforderungen sind.
2026-05-23 12:16

pisolo

Member

Nein, ich glaub ich hab mich da ein bisschen unklar ausgedrückt. Das große Ganze interessiert mich natürlich auch, aber ich merke gerade, dass ich dafür selbst erst einmal Ordnung hineinbringen muss. Ein Exposé wäre wahrscheinlich sogar gar nicht schlecht, weil man dann gezwungen ist, Figuren, Richtung und Kern in wenigen Sätzen zu fassen. Genau daran sieht man ja oft schon, ob man wirklich weiß, was man da eigentlich geschrieben hat.

Ein Ausschnitt fühlt sich für den ersten Schritt trotzdem greifbarer an. Weil da könnte mir höchstwahrscheinlich jemand ein Feedback dazu ob der Ton trägt, ob eine Szene lebendig ist oder ob man aussteigt geben. Eine Schreibwerkstatt schau ich mir nun genauer an, auch die jene von dem Verlag. Mir gehts weniger darum, sofort bewertet zu werden, sondern erstmal zu verstehen, welche Art Feedback mich wirklich weiterbringt.
2026-05-23 18:20

faber

Member

glaube auch, dass das einem selbst auch gut weiterhelfen kann. Vielleicht auch mal eine Art Steckbrief für die wichtigsten Charaktere machen. Was die so für Eigenschaften haben, wie die Biographie aussieht usw. Damit man sich dann später nicht verzettelt und Sachen reinschreibt, die gar keinen Sinn machen für die einzelnen Figuren :) Stelle mir das nämlich gar nicht so leicht vor, dass man sich nicht unabsichtlich widerspricht oder unlogische Sachen reinbringt. Das muss dann ja auch alles gar nicht unbedingt im Buch landen, aber dass man es zumindest für sich selbst klar weiß, wann die Figur geboren ist, wo sie herkommt usw. Dann kann man noch weiter dran feilen. Hast du sowas schon mal gemacht?

ja das ist sicher auch wichtig für sich zu lernen und herauszufinden, was einen eigentlich weiterbringt. ist sicher auch bei jedem ein bisschen anders. Der eine braucht vielleicht mehr Führung und konkrete Aufgaben und Deadlines und so weiter, der andere vielleicht einen freieren Rahmen, in dem man sich weiterentwickeln sollte. Also das kann ich mir gut vorstellen, dass man auch die Art von Feedback die einem gut tut erst kennenlernen muss :)
2026-06-05 15:45

pisolo

Member

Ich hab offen gesagt solche Charaktersteckbriefe mal, wenn auch halbherzig, angefangen und dann wieder liegenlassen. Damit habe ich mich schwergetan, weil es sich zu viel zu sehr an eine selbst aufgezwungene Schulaufgabe angefühlt hat. Aber je länger ich darüber im Nachhinein gesehen nachdenke, desto sinnvoller wird es. So bekomme ich hoffentlich Gewissheit darüber, was eine Figur antreibt, wo sie herkommt, was sie verschweigt und wo sie sich widersprechen darf.

Mir ist gerade bei längeren Texten schon einige Male passiert, dass man in der Stimmung heraus etwas reingeschrieben hat, das sich im Moment gut anfühlt, später aber gar nicht mehr zur Figur passt. Da reicht mein Bauchgefühl leider nicht aus.

Beim Feedback ist es wahrscheinlich ähnlich. Ich muss erst herausfinden, ob ich eher klare Aufgaben brauche oder nur jemanden, der genau genug sagt, dass er da ausgestiegen ist. Zu viel Führung würde mich vermutlich nerven, gar keine bringt mich aber auch nicht weiter.
2026-06-08 23:10

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